ESIC hat Palkovics „2xplayN“ Tamás lebenslang gesperrt. Damit verschärft die Kommission die dreijährige Sperre des Counter-Strike-2-Spielers, nachdem dieser während seines Wettbewerbsverbots Beiträge veröffentlicht hatte. Außerdem kündigte ESIC an, das sanktionierte Verhalten an Strafverfolgungsbehörden und weitere Stellen weiterzuleiten.
Auslöser der Entscheidung war ein Social-Media-Beitrag, der offenbar mehrere Geldbündel zeigte. Er wurde kurz nach Bekanntgabe der ursprünglichen Sanktionen am Donnerstag, dem 15. Oktober, veröffentlicht. Dexerto berichtete über die Sperre und die Weiterleitung an die Polizei; auch Digg fasste das lebenslange Verbot und die frühere Sperre zusammen.
Aus der Sperre wird ein dauerhaftes Verbot
Zunächst hatte ESIC 2xplayN für drei Jahre von den angeschlossenen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Sperre sollte bis April 2029 gelten. Die Strafe war Teil der Sanktionen gegen fünf Spieler von NOMERCY, die auf eine Untersuchung verdächtiger Spiele beim Roman Imperium Cup VII folgten.
Laut ESIC berücksichtigte die spätere Entscheidung eine Reihe öffentlicher Beiträge, in denen es um offenbar gezeigtes Bargeld, Spielmanipulation, Wett-Auszahlungen und eine Rückkehr in den Wettbewerb ging. Die Kommission erklärte, das Verhalten habe nach ihren Regeln den Anschein eines Fehlverhaltens erweckt. Zugleich stellte sie klar, dass die Fotos für sich genommen nicht bewiesen, dass das gezeigte Geld aus Spielmanipulation stammte.
Mit der Verschärfung entfällt eine Strafmilderung, die auf der Kooperation mit der Untersuchung beruhte. ESIC zufolge hatte 2xplayN mit den Ermittlern zusammengearbeitet, Finanzunterlagen vorgelegt und ausführliche Antworten gegeben. Diese frühere Unterstützung entschuldige jedoch kein Verhalten während seiner Sperre.
Bei der Untersuchung ging es um eine Millionenwette
Gegenstand der Untersuchung waren vier Niederlagen von NOMERCY im März 2026. ESIC brachte diese Ergebnisse mit einer Kombiwette in Verbindung, deren potenzielle Auszahlung mehr als 4,5 Millionen US-Dollar betragen hätte. Der Wettanbieter soll den Wettschein annulliert haben, bevor Gewinne ausgezahlt wurden.
Mit der lebenslangen Sperre steht 2xplayN neben seinem früheren Teamkollegen Oliver „kzy“ Heck, der im ursprünglichen Fall ebenfalls lebenslang gesperrt wurde. Der Fall reiht sich in jüngere Disziplinarmaßnahmen im Esport ein, darunter eine von Esports Insider berichtete Sperre wegen Spielmanipulation in Dota 2.
Weiterleitungen an Behörden und Folgen für die Teilnahme
ESIC kündigte an, das Verhalten an Valve, Regierungsstellen und Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Das lebenslange Verbot schließt 2xplayN in jeder Funktion von ESIC- und Mitgliedswettbewerben aus. Damit ist auch der Zeitplan für seine Rückkehr hinfällig, der mit der ursprünglichen Sperre verbunden war.
Mögliche weitere Maßnahmen von Valve oder staatlichen Behörden wären unabhängig von der Disziplinarentscheidung der ESIC. Mit den Weiterleitungen geht der Fall über die Frage der Teilnahmeberechtigung bei Turnieren hinaus.